Geschichte

Hier soll demnächst der Volltext mit Suchfunktion der Familiengeschichte derer v. Bernstorff von Werner Graf v. Bernstorff erscheinen. (siehe Literatur) Der folgende Text ist ein Auszug des Textbeginns:

In dem Winkel, den der Zusammenfluß von Stepenitz und Radegast südlich des Kirchdorfes Börzow, bei Grevesmühlen in der nordwestlichsten Ecke Mecklenburgs gelegen, bildet, finden sich die ersten sichtbaren Spuren unseres Geschlechts. Seine ersten Namensträger sind nach der Überlieferung im 12. Jahrhundert als Kolonisten mit dem Sachsenherzog Heinrich dem Löwen nach Mecklenburg gekommen und wurden im Umkreis von Grevesmühlen mit mehreren Hufen belehnt. In einer Wiese bei dem Dorf Teschow, auf halbem Wege zu dem kaum 4 km von Börzow entfernten Bernstorf, liegt ein mit alten Eichen bestandener Schutthügel, der früher vermutlich von der Stepenitz umflossen - nachweislich einen der ältesten Wohnsitze der Familie bezeichnet. Folgt man von Teschow, dessen Umgebung leichteren Boden aufweist, dem Lauf der Radegast aufwärts, so gelangt man bei dem benachbarten Wilken-hagen in eine Niederung, die mit ihrem flachen Wiesengelände, ihren schweren Lehm und Tonböden und den mächtigen, Jahrhunderte alten Eichen den Charakter fast niederländischer Weite und Schwere trägt. Südlich von Wilkenhagen liegt Bernstorf, ebenfalls an ein feuchtes Wiesengebiet angelehnt, das dem Wohnsitz von mehreren Seiten Schutz bot. Überreste der zu diesem Zweck angelegten Gräben sind noch heute erkennbar.

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird Bernstorf, als am 26.12.1237 Bischof Ludolf von Ratzeburg das neugegründete Kloster Rehna bestätigte und ihm u. a. auch aus "Bernardestorp" den halben Zehnten zuwies. Der Ort muß erst kurz vorher gegründet worden sein. Denn im Ratzeburger Zehntregister von 1230 wird Bernstorf ebenso wie zahlreiche benachbarte Dörfer mit deutschen Namen noch nicht genannt, während Dörfer mit wendischen Namen wie Teschow schon erwähnt werden. Es ist deshalb anzunehmen, daß mit diesen anderen deutschen Dörfern auch Bernstorf zwischen 1230 und 1237 entstanden ist , und zwar wahrscheinlich durch Rodung aus einem großen Waldgebiet, das die Grenze zwischen den Wendenstämmen der Polaben und Obotriten bildete und dessen Reste noch vorhanden sind.